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Die Erdhummel gehört zu den größten und häufigsten Hummeln in unserer Region. Königinnen der Erdhummeln wie diese überwintern in Erdlöchern oder unter trockenem Laub. Wir hoffen dieses Exemplar findet den Weg zu unseren Laubhaufen oder unter eine schöne, warme Laubschicht. Je nach Witterung legt die Königin im Frühjahr dann das Nest in bis zu 1,5m tiefen Erdlöchern von z.B. Maulwürfen oder Mäusen an. Auch unter Steinen sucht die Erdhummel nach Möglichkeiten in den Boden zu bauen. Darin werden dann Zellen für Pollen, Nektar und ihre Brut gebildet.

Die Erdhummelkönigin wärmt ihre erste Brut. Sie produziert Wärme und presst sich eng an die Wabe, die die Brut enthält. Dieser Prozess ist natürlich mit einem sehr hohen Energieaufwand für die Hummel verbunden. Man schätzt, dass die Hummel täglich ca 600mg Zucker verbraucht, um ihre Brut großzuziehen. Um ausreichend Nahrung zu finden, muss sie dafür ungefähr 6000 Blüten besuchen.

Sie zählen außerdem zu den wichtigsten Bestäuberinsekten und werden weltweit im Gemüseanbau eingesetzt. Laut Bund Naturschutz sind die “Erdhummeln nicht sehr wählerisch und nutzen für ihre Ernährung eine große Vielzahl von Blüten, wie zum Beispiel Rotklee, Rote und Schwarze Johannisbeere, Stachelbeere, Brombeere, Himbeere, Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschge, Pflaume, Mirabelle und Tomate.“

Was für alle Wildbienen gilt: es ist wichtig Lebensraum und Nahrung für die Hummeln zu schaffen, beides sollte gleichermaßen vorhanden sein. Es bringt zum Beispiel nichts einen Hummelkasten aufzuhängen, wenn die dicken Brummer dann keine Nahrung finden. Ebenso bringt euch ein großes Blumen- oder Gemüsebeet weniger, wenn die Wildbienen dann keine geeigneten Nistmöglichkeiten im Boden finden. Mit blühenden, einheimischen Pflanzen und einem Steinhaufen oder Laub im Garten ist schon ein guter Anfang gemacht!

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Viele tolle Infos über Hummeln findet ihr auf dem Profil von @hummelkaiserin auf Instagram!